Freistellungen in Zusammenhang
mit der Art der Beförderungsdurchführung
Unterabschnitt 1.1.3.1 c) ADR – Handwerkerregelung

 

Diese mobile Benzin-Tankanlage zum Transport von Benzin und Benzingemisch mit ADR-Zulassung ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. In der Praxis scheitert es aber häufig daran, dass die mobilen Tankanlagen die Menge von 450 Litern (bei Diesel) bzw. 333 Litern (bei Kraftstoffen) je Verpackung überschreiten, zur internen oder externen Versorgung des Unternehmens und nicht zum direkten Verbrauch eingesetzt werden oder keine ausreichende Ladungssicherung durchgeführt wird, so dass die Freistellung nicht in Anspruch genommen werden kann und die gefahrgutrechtlichen Bestimmungen angewandt werden müssen.

Fundstelle: 1.1.3.1 c) ADR i. V. Anlage 2 GGVSEB Voraussetzungen

1. Transport erfolgt im Rahmen der betrieblichen Haupttätigkeit
2. Menge von 450 Liter je Versandstück wird nicht überschritten
3. Menge gemäß 1.1.3.6 (1000 Punkte) darf nicht überschritten werden
4. Es müssen Maßnahmen getroffen werden, die ein Freiwerden verhindern.
5. Einhaltung allgemeiner Verpackungsvorschriften      

Einschränkungen bei bestimmten Stoffen beachten
Warum?

Es gibt für die Beförderung gefährlicher Güter Freistellungen und Ausnahmen von den Gefahrgutbeförderungsvorschriften, aber häufig werden die darin aufgeführten und zwingend zu beachtenden Bedingungen nicht erfüllt.

Werden alle Freistellungsvoraussetzungen nach 1.1.3.1 c) ADR beachtet, erfolgt eine komplette gefahrgutrechtliche Freistellung, d.h. Gefahrgutvorschriften finden keine Anwendung mehr.Dies bedeutet für Land- und Forstwirtschafts-, Landschaftsbau- und Handwerks-Betriebe eine große Erleichterung, da sie die ansonsten für das Gefahrgut geltenden Bestimmungen nicht mehr anwenden müssen.

Es handelt sich dabei um:

• Verwendung einer bauartgeprüften Verpackung
• Die Verpackung muss entsprechend der Vorschriften gekenn- zeichnet sein
• Wegfall der Mitführpflicht eines Begleitpapiers (hier: Beförderungspapier)
• 450LiterjeVerpackung(einschließlichGroßpackmittel (IBC) und Großverpackungen) dürfen nicht überschritten werden;
• Die im Unterabschnitt 1.1.3.6 definierten Höchstmengen (20, 333, 1000 l bzw. kg ) dürfen nicht überschritten werden;
• MaßnahmengegenFreiwerdendesInhaltesmüssen getroffen werden;
• die vorgeschriebenen wiederkehrenden Prüfungen müssen ausgeführt sein
• die Bezettelung der Behälter muss vollständig und lesbar sein (ein Satz Bezettelung wird bei Neu-
lieferrung mitgeliefert)
• ein 2 kg Feuerlöscher muss mitgeführt werden
• ein Beförderungspapier muss mitgeführt werden
• alle Öffnungen am Behälter müssen dicht verschlossen sein (Füllstutzen, Peilstab, Entlüftung, Saugleitung)
- Es ist darauf zu achten, dass die aufgebauten Bedienelemente geschützt sind und die Verpackung keinerlei Medium-Anhaftungen aufweist.  

Die Kennzeichnung gemäß GGVSE Abs. 5.5.5 beinhaltet folgende Aufkleber:

• 2 x UN Nummer (anzubringen an gegenüberliegenden Behälter Seiten)
• 2 x Gefahrzettel (anzubringen an gegenüberliegenden Behälter Seiten)
• 1 x Gefahrenhinweise
• Typenschild u.a. mit Herstelldatum, Zulassungsnummer und Datum der letzten Prüfung

Je nach Art der zu transportierenden Gefahrgüter können noch weitere P ichten hinzukommen, die Sie dem Regelwerk der ADR entnehmen können Kennzeichnung einer mobilen Tankanlage.Der Anwender ist für die Auslegung der Behälter verantwortlich.



 Wie kaufe ich eine mobile Tankanlage?

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